Diversifikations-Rechner
Klumpenrisiko sichtbar machen – über Plattformen und Anlageklassen.
Verteilung & Risikoanalyse
Größte Einzelposition
80 %
Herfindahl-Index (HHI)
0.68
0 = breit gestreut · 1 = alles in einer Position
Hohes Klumpenrisiko
Ihr Kapital ist stark auf eine einzige Position konzentriert.
Wichtiger Hinweis: Dies ist eine vereinfachte Modellrechnung und keine Prognose. Es handelt sich nicht um eine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Angaben ohne Gewähr; ein Totalverlust ist möglich.
Alles Wissenswerte zum Diversifikations-Rechner
Kurz erklärt
Der Diversifikations-Rechner zeigt, wie stark Ihr geplantes Portfolio auf einzelne Positionen konzentriert ist – und damit, wie hoch Ihr Klumpenrisiko ausfällt. Sie tragen Ihre geplante Aufteilung über mehrere Plattformen oder Projekte ein; das Werkzeug berechnet daraus den Anteil der größten Position und den Herfindahl-Hirschman-Index (HHI) und stuft das Konzentrationsrisiko in einer Ampel von grün bis rot ein. So erkennen Sie auf einen Blick, ob Ihr Kapital breit gestreut oder gefährlich gebündelt ist.
Wie funktioniert der Diversifikations-Rechner?
Sie fügen für jede geplante Anlage eine Position mit Name und Betrag hinzu. Der Rechner ermittelt daraus zwei Kennzahlen: den prozentualen Anteil der größten Einzelposition und den Herfindahl-Hirschman-Index (HHI), die Summe der quadrierten Anteile aller Positionen. Ein HHI nahe 0 steht für eine breite Streuung, ein Wert nahe 1 bedeutet, dass praktisch das gesamte Kapital in einer einzigen Position steckt.
Aus diesen Kennzahlen leitet das Werkzeug eine Risiko-Ampel ab und gibt eine allgemeine Handlungsempfehlung. Das Tortendiagramm visualisiert die Verteilung zusätzlich, sodass Sie Ungleichgewichte sofort sehen. Sie können Positionen jederzeit hinzufügen, anpassen oder entfernen und beobachten, wie sich die Kennzahlen verändern.
Was ist Klumpenrisiko – und warum ist es so gefährlich?
Ein Klumpenrisiko entsteht, wenn ein großer Teil des Kapitals in wenigen Positionen konzentriert ist. Fällt eine dieser Positionen aus, ist der Verlust überproportional groß. Bei alternativen Investments ist das besonders relevant, weil ein einzelner Ausfall hier häufig einen Totalverlust der betroffenen Position bedeutet – anders als etwa bei einem breit gestreuten Aktienfonds.
Ein reales Beispiel liefert unser Ratgeber Nachrangdarlehen einfach erklärt: Anleger, die in mehrere Serien desselben Emittenten investierten, potenzierten ihr Risiko, statt es zu streuen. Genau solche versteckten Konzentrationen macht der Rechner sichtbar.
Bedeutung und Nutzen für Ihre Anlagestrategie
Diversifikation gilt als das wirksamste Instrument zur Risikobegrenzung bei alternativen Investments – wichtiger als die Auswahl des vermeintlich besten Einzelprojekts. Der Rechner übersetzt dieses abstrakte Prinzip in konkrete Zahlen: Statt „ich sollte streuen“ sehen Sie schwarz auf weiß, dass beispielsweise 80 % Ihres Kapitals auf einer einzigen Plattform liegen und die Ampel deshalb auf Rot springt.
Der Nutzen ist doppelt: Vor einer Investition hilft das Werkzeug bei der Planung einer ausgewogenen Aufteilung. Bei einem bestehenden Portfolio deckt es Konzentrationen auf, die man im Alltag leicht übersieht – etwa wenn über die Zeit immer wieder in denselben Anbieter investiert wurde. Grundlagen dazu vertieft unser Ratgeber Crowdlending vs. klassisches Sparen.
Wie viele Positionen sind sinnvoll?
Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht, aber die Faustregel lautet: lieber viele kleine als wenige große Beträge. Beim Crowdlending mit Mindestanlagen ab 25 Euro sind Portfolios aus mehreren Hundert Krediten üblich und sinnvoll. Beim Immobilien-Crowdinvesting mit höheren Mindestbeträgen ist eine Streuung über zumindest zehn bis zwanzig verschiedene Projekte, Anbieter und Regionen ein realistisches Ziel.
Entscheidend ist nicht nur die Anzahl, sondern auch die Vielfalt der Risikoquellen: verschiedene Kreditarten, verschiedene Plattformen und – wo sinnvoll – verschiedene Länder. Zwei Kredite desselben Emittenten sind trotz zweier Positionen kaum eine echte Streuung.
Grenzen des Rechners
Der Rechner misst ausschließlich die betragsmäßige Konzentration. Er bewertet nicht die Qualität oder Korrelation der einzelnen Anlagen. Zwei Positionen können betragsmäßig gut gestreut sein und trotzdem stark korreliert – etwa zwei Immobilienprojekte in derselben Stadt, die gemeinsam von einem lokalen Markteinbruch betroffen wären. Die Ampel-Schwellen sind allgemeine Orientierungswerte und keine individuelle Empfehlung.
Nutzen Sie das Ergebnis daher als Ausgangspunkt, nicht als abschließendes Urteil. Ergänzen Sie es um eine inhaltliche Prüfung jedes Anbieters und behalten Sie das Zinsumfeld im Blick, das mehrere Projekte gleichzeitig treffen kann.